Projekteinsatzplanung/Projektdisposition

Zunächst war ich bei einer Unternehmensberatung (übrigens zum damaligen Zeitpunkt einer der größten Unternehmensberatungen Deutschlands mit dem Schwerpunkt EDV, heute IT) im Bereich Projekteinsatzplanung für die Besetzung von Projekten bei Kundenunternehmen im Großraum Frankfurt eingesetzt. Es galt neben eigenen Mitarbeitern auch freiberufliche Mitarbeiter zu gewinnen. 

Das setzte Suchaktionen, Bewerbergespräche, Prüfung von Unterlagen und unendlich viele Abstimmungen voraus. Nach kurzer Zeit übernahm ich die Abteilung mit dem Ziel weitere Mitarbeiter für die Projekteinsatzplanung zu gewinnen. Ich baute den Mitarbeiterstamm aus, nun konnten alle Niederlassungen (Hamburg, Köln, Frankfurt, Stuttgart, München) mit eigens dafür ausgebildeten Mitarbeitern bestückt werden. Manche mögen die Vorgehensweise auch als "Headhunting" bezeichnet haben, letztendlich aber wurde damit eine Menge Projektarbeit gestemmt, die zu seiner Zeit mit Festangestellten kaum zu bewerkstelligen war.

Nachdem ich ein Nachfolgeteam ausgebildet hatte wurde ich mit einer damals noch recht neuen Thematik beauftragt:

Vorgangssteuerungssysteme/Produktmanager

Ziel war die Implementierung eines Pilotprojekts mit softwaregestützer Vorgangssteuerung, das heißt die von verschiedenen Einflußfaktoren dependiererenden Entscheidungen so abzubilden, daß in Abhängigkeit von bestimmten Größen (zum Beispiel Summen oder Anzahl einzusetzender Mitarbeiter, Maschinen oder anderer Resourcen). 

Entscheidungen, Zuständigkeiten und Prozesse automatisch den am Prozess Beteiligten zuständigen Mitarbeitern und Abteilungen zugeordnet werden. Die Selektion welche Information in welchem Umfang wem zustand wurde ebenso abgebildet wie die Erkennung kritischer Situationen. Unheimlich interessant, aber komplettes Neuland. Der Traum vom "papierlosen" Büro, überflüssigen Meetings und Spickzetteln sollte langsam wahr werden. Auch wurden Computer nicht mehr nur als "Rechenmaschine" eingesetzt, sondern der Einstieg in die Welt der "Enterprise Systems" hatte begonnen. Begiffe wie Server, Clients, Database und Network wurden gegenwärtig. Auch wenn die Computer und Netzwerkübertragungsraten noch recht langsam, die relationalen Datenbanken noch schwer skalierbar und die Betriebssysteme mitunter noch schwer administrierbar waren. Zum Einsatz kamen zum Beispiel SCO Unix, Oracle Database V6, IBM Token Ring. Die Abbildung der Prozeß-Struktur und der zuzuordnenen Ressourcen erfolgte erstmals mit einer grafischen Oberfläche, das Prozeßregelwerk wurde mithilfe von Datei- und Mailzuweisungen und einer entsprechenden Zugriffsberechtigung abgebildet. Verknüpfungen zu den zu  verarbeitenden Dateien, deren Bearbeitungsstatus und daraus resultierende Meldungen wurden mit Betriebssystemmitteln realisiert. Damit waren derartige Projekte nicht nur mit Organisatoren sondern auch mit Systemkennern zu stemmen.

Nach der erfolgreichen Platzierung und Implementierung dieser Systeme bei Pilotprojekten wandte ich mich einer weiteren interessanten Aufgabe in einem relativ neuem, aber sehr schnell wachsenden Markt zu:

Technical Consultant Enterprise Systems

Der Computer löst all die Probleme, die wir ohne ihn gar nicht hätten...

Als sogenannter "Certified System-Consultant" (der Hersteller der Software setzte einen gewissen Ausbildungsstand voraus und prüfte diesen auch regelmäßig, man erhielt einen entsprechenden Nachweis in Form einer Scheckkarte zur Vorlage beim jeweiligen Kunden)  habe ich dann in den unterschiedlichsten Branchen , Systemlandschaften und Unternehmensgrößen (Deutschland, Schweiz, Luxemburg) gearbeitet. 


 Austausch von Datenbanksystemen, Wechsel der Systemplattformen, komplette Neuinstallationen: es war so ziemlich alles vertreten. Datenbanken wie Oracle, ADABAS, SAP-DB, IBM DB/2 waren Tagesgeschäft, Betriebssysteme wie AIX, Solaris, HP-UX, WindowsNT- und 2xxx-Server und sogar AS/400 gehörten ebenso zu den Systemplattformen der verschiedensten Hardwarehersteller wie IBM, Sun, Compaq, Hewlett-Packard und einigen anderen. Und die Ausbildung der jeweiligen Systembetreuer*innen gehörte selbstverständlich auch dazu.

Natürlich gab es (insbesondere in den Jahren 2002-2005) schon erkennbare Probleme bei der Bewältigung der Aufgaben, hervorgerufen durch meine Erkrankung. Aber davon wollte ich mich nicht irritieren lassen, das war wahrscheinlich ein Fehler. Aber hinterher weiß man ja scheinbar alles besser. Aber was soll es: Von allen meinen Jobs hat dieser am meisten Spaß gemacht und immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. So konnte ich in den unterschiedlichsten Branchen und Unternehmen arbeiten, was leider aber auch manchmal mit viel Reisetätigkeit, Nacht- und Wochenendarbeit verbunden war. Letztendlich blieb mir eins erspart: In einen Alltagstrott verfallen.

 



Hier nur ein Auszug von Firmen/Instituten bei denen ich im Einsatz war: 



















ubs




  


steeb-erp-logo









Und es waren noch einige mehr. Mal waren es parallel laufende Projekte, oft aber auch nur reines "Firefighting" oder "Troubleshooting" bei auftretenden Problemen mit Hard- und Software, aber auch zum Beispiel Mitarbeiterausfällen und/oder Überlastung der jeweiligen Systembetreuer.

Diesen Job machte ich im Auftrag dieser Unternehmen:




Aber auch die sind mittlerweile auch Geschichte geworden...


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